Bike-Beratung

Bremsen

Die Entscheidung zwischen Felgenbremse und Scheibenbremse

Warum sehen Mountainbikes aus wie kleine Motorräder?

Die Optik der Scheibenbremsen trägt dazu bei.

Scheibenbremsen wurden ursprünglich für den Motorrad-Bereich entwickelt und werden in einer leichteren und kleineren Version nun auch für Mountainbikes umgesetzt. Ihr entscheidender Vorteil ist die hohe Bremskraft trotz widriger  Begebenheiten wie Staub und Schmutz oder Nässe. Die Bremse ist an der Nabe montiert und somit von den Witterungseinflüssen weniger beeinträchtigt als die Felgenbremse. Auch die Bremsbeläge der Scheibenbremse erzeugen mehr Reibung auf der Scheibe und erzeugen dadurch eine stärkere Bremskraft, als dies bei der Felgenbremse der Fall ist. Scheibenbremsen sind etwas teurer als Felgenbremsen und haben einen höheren Wartungaufwand, denn die Bremsflüssigkeit sollte jährlich getauscht werden. Felgenbremsen sind dagegen preisgünstiger, leicht zu montieren und die Bremsbacken lassen sich leicht austauschen. Zudem kommt das vergleichsweise geringere Gewicht.

Scheibenbremsen sind optimal für MTB Mountainbike, Downhill, Freeride, Enduro, Dirtjump, Cross-Country.
Felgenbremsen sind optimal für Rennrad, Touring, Kinderfahrräder und Cruiser.

 

Die verschienden Einsatzbereiche der Bikes

Straße

Ein Rennrad muss vor allen Dingen leicht und steif sein, so wird die Kraft optimal auf die Straße übertragen.
Wenn man auch Touren in den Alpen fahren will, greift man zu einer 3-Fach-Kurbel, denn das kleine Kettenblatt erlaubt Übersetzungen nahe am Mountainbike-Bereich für steile Auffahrten.

Einsatzbereich: Straße
Spezifikationen: leicht, steif
Federweg: kein

Cross Country / Race

Bikes mit Federweg (Federgabel vorne) kleiner 100mm

Fitness, Leistung, Sport und Geschwindigkeit stehen hier im Vordergrund. Cross-Country Bikes sind leicht und schnell, die Sitzposition ist eher gestreckt und nach vorne gebeugt.

Einsatzbereich: Straße, Feldweg, Schotter
Spezifikationen: leicht, schnell, gestreckte Sitzposition

Tour / Marathon

Bikes mit Federweg zwischen ca. 80mm-110mm

Ein Marathon-Bike / Touren-Mountainbike hat hinten genügend Federweg, um bergab bereits einen akzeptablen Komfort zu erhalten. Es ist trotzdem noch leicht genug, um auch längere Etappen problemlos durchzuhalten oder an einem Bike-Marathon teilzunehmen. Die Sitzposition gilt als noch gestreckt. Die Vorteile dieser vollgefederter Bikes sind ihre Leichtigkeit und Vortriebsstärke.

Einsatzbereich: Touren, Straße, Feld- und Schotterwege
Spezifikationen: leicht, stabil, Sitzposition normal bis gestreckt
Federweg: ca. 80mm-110mm

All Mountain

Bikes mit Federweg zwischen ca. 120mm-140mm

Bikes der All Mountain-Gruppe sind dafür optimiert, Berge sportlich hoch zu fahren und auch auf der Abfahrt oder im Singletrail Spaß zu haben und dabei die technische Herausforderung zu suchen. Auf einem All-Mountain Bike kommt es auf ausgewogene Fahreigenschaften und eine effiziente Geometrie an. Eine aufrechtere Sitzposition, der flachere Lenkwinkel und reichlich Federweg machen dieses Fahrrad zum Bike mit dem wohl breitesten Einsatzbereich.

Einsatzbereich: Singletrails, Wald- und Feldwege
Spezifikationen: aufrechtere Sitzposition, flacherer Lenkwinkel, effiziente Geometrie
Federweg: ca. 120mm-140mm

Enduro

Bikes mit Federweg zwischen ca. 140mm-160mm

Mit einem Enduro Bike wird eine Bergauf-Fahrt vielleicht etwas anstrengender, denn Enduros haben reichlich Federweg und sind deshalb schwerer. Dieser Nachteil wird auf der Abfahrt wettgemacht, denn der große Federweg und die aufrechte Sitzposition sind perfekt für schnelle Downhills und verwinkelte Trails.

Einsatzbereich: Singeltrails, Waldwege, Anstiege und Gefälle
Spezifikationen: stabile Geometrie, schwerer aufgrund des großen Federwegs
Federweg: ca. 140mm-160mm

Freeride

Bikes mit Federweg ab 160mm

Für ein Freeride-Bike stehen Stabilität und ausreichend Federweg im Vordergrund, um damit auf steinigen Downhills, Trails oder bei Sprüngen im Bikepark richtig Spaß zu haben. Da man ein Freeride-Bike hauptsächlich nur in Richtung Tal bewegt, spielt das (hohe) Gewicht eine nebensächliche Rolle.

Einsatzbereich: Singeltrails, Bergab-Passagen, Downhill, felsige Wege, technische Trails, Bikepark
Spezifikationen: sehr stabile Geometrie, hoher Federweg, hohes Gewicht
Federweg: ab 160mm

Downhill

Bikes mit Federweg ab 180mm

Downhill heißt auf deutsch "bergab". Downhill-Bikes sind optimiert für die Downhill-Strecken in Bikeparks. Downhill-Bikes sind extrem stabil und haben einen extrem großen Federweg. Eine Doppelbrückengabel und Steckachsen gehört meist zur Ausstattung. Mit der hohen Stabilität geht ein hohes Gewicht einher. Am Berg nimmt man bergauf deshalb besser den Lift oder schiebt.

Einsatzbereich: Downhill, Bikepark
Spezifikationen: extrem stabile Geometrie, Doppelbrückengabeln, Steckachsen
Federweg: ab 180mm

Dirtbikes

Dirtbikes sind meist stabile Mountainbikes mit kleinerem Rahmen

Dirtbikes werden für Dirtjumps eingesetzt, also zum Springen über die Erdhügel einer Dirtjump-Bahn.

Einsatzbereich: Bikepark, Dirtpark, 4Cross, Bikercross, Slopestyle
Spezifikationen: stabile Geometrie, nur Federgabel, meist Singlespeed, leicht, stabile Felgen
Federweg: kein








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